Warum contra Atom und pro Solar / Windenergie?

Atomstrom ist eine der effektivsten Möglichkeiten, Strom zu gewinnen und bei der Herstellung entsteht kein CO2. So zumindest lauten die Stimmen der Vertreter der Atomkraft. Doch kratzen diese Aussagen nur an der Oberfläche des Themas, denn es gibt sehr viele Aspekte, die gegen Atomkraft sprechen.

An erster Stelle ist die Sicherheit zu nennen. Die in Deutschland erbauten Atomkraftwerke sind zwar sicherer, als es in vielen anderen Ländern der Fall ist, aber eine wirkliche Sicherheit kann auch hier nicht geboten werden. Es kommt nahezu täglich zu Zwischenfällen in Atomkraftwerken, kleine Mengen der radioaktiven Substanzen werden immer wieder freigesetzt, auch wenn dies selten publik gemacht wird. Und auch alte Kraftwerke, die nach alten Sicherheitsstandards errichtet wurden, sind noch heute in Betrieb. Sie wurden zwar nachgerüstet, können aber die Sicherheit dennoch nicht ausreichend gewährleisten.

Die Umwelt im Atomstrom

Auch die Umwelt leidet unter dem Atomstrom. Um das Element Uran abzubauen, werden ganze Landstriche verwüstet. Dort wächst kein Baum mehr, somit ist auch Atomstrom nicht CO2-neutral, wie Befürworter oft meinen. Ein weiteres Problem ist die Entsorgung des Atommülls. Eine endgültige Lösung ist bis heute nicht gefunden. Die Suche nach dieser Lösung wird durch Zwischenlager einfach aufgeschoben und an die nachfolgenden Generationen weiter gegeben.

Politische und wirtschaftliche Aspekte beim Atomstrom

Auch wird durch Atomstrom die Abhängigkeit von Russland weiter ausgebaut, denn ein Großteil des benötigten Urans stammt aus Russland. Selbst wenn man derzeit auf das Gas Russlands verzichten würde, würde keine Unabhängigkeit eintreten, da man weiter auf das Uran angewiesen ist.

Wirtschaftlich gesehen kann sich Atomstrom ebenfalls nicht durchsetzen. Zwischen Planung, Bau und Fertigstellung eines Atomkraftwerks liegen Jahrzehnte. Ist es erst einmal fertiggestellt, erfüllt es oft nicht mehr die aktuellen Sicherheitsstandards. Es kommt zu Nachrüstungen, die teuer sind. Die Kostenvorteile bei der Herstellung von Atomstrom werden schon hier zum großen Teil aufgezehrt. Würde man nun noch die Kosten für eine sichere Endlagerung von Atommüll hinzu addieren, kann kein Kraftwerk für Atomstrom wirtschaftlich arbeiten. Zudem wird der Bau von den Staaten subventioniert, was die Betreiber der Kraftwerke entlastet und die Kostenverhältnisse wiederum verzerrt.

Solar und Windenergie als bessere Alternative

Aufgrund der vielen Nachteile, die Atomstrom mit sich bringt, ist es wichtig, nach Alternativen Energien zu suchen. Schon heute sind die Vorteile von Solar und Windenergie bekannt. Beide Varianten der Stromerzeugung basieren auf erneuerbaren Energien. Während der Uranvorrat in den kommenden 50 bis 60 Jahren aufgebraucht sein wird, ist dies bei Wind und Sonne nicht der Fall. Allerdings sind die Technologien bisher noch nicht ausgereift genug. Eine CO2-neutrale Stromerzeugung ist hier noch nicht möglich, da für die Stromerzeugung verschiedene Produkte benötigt werden, die mit CO2-Verbrauch hergestellt werden. Auch sind die Kosten noch verhältnismäßig hoch.

Würden allerdings die Subventionen für Atomstrom in alternative Energiequellen, wie Solar oder Windenergie investiert, so würde sich mit Sicherheit bald eine Umkehrung der aktuellen Verhältnisse einstellen. Denn insgesamt sind diese beiden Alternativen die bessere Wahl. Wir müssen uns keine Gedanken um schwindende Ressourcen machen und die Umwelt wird durch diese Stromerzeugung deutlich weniger belastet. Durch intensive Forschung kann auch die Stromerzeugung deutlich preiswerter erfolgen, was somit wirtschaftlich von Bedeutung wäre.

Alles in allem ergibt sich ein deutliches Pro für Strom aus der Sonnen- und Windenergie. Denn mit diesen Energieformen gelingt es, die Umwelt zu schonen und den nachfolgenden Generationen kein schädliches Erbe zu hinterlassen. Zudem kann die Abhängigkeit von anderen Staaten abgebaut werden, denn Sonne und Wind kann man nun einmal nicht liefern lassen. Sie sind einfach da und müssen genauso dort, wo sie auftreten, genutzt werden. Das macht es aber möglich, auch als rohstoffarmes Land über eigene Ressourcen zu verfügen, die nahezu unendlich sind, was politische Probleme verringern kann.

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