Was ist Atomstrom ?

Seit gut und gerne 50 Jahren wird Atomstrom auch in Deutschland genutzt. Bei der Frage, was Atomstrom eigentlich ist, muss man allerdings etwas tiefer in die Materie einsteigen. So besteht jeder Gegenstand, den wir im Leben sehen, aus Atomen. Diese unglaublich winzigen Teilchen sind mit dem bloßen Auge kaum sichtbar. Dennoch sind die Atome vorhanden.

Jedes Atom besteht dabei aus einem Kern aus Protonen und Neutronen. Um diesen Kern herum bewegen sich noch kleinere Teilchen, die Elektronen. Alle Gebilde zusammen stellen dann ein Atom dar. Wie viele Elektronen, Protonen und Neutronen in einem Atom vereint sind, ist dabei unterschiedlich, das hängt stets vom verwendeten Material ab.

Atome spalten

1919 entdeckte Ernest Rutherford, ein bekannter Physiker, dass man Atome spalten kann. Hierfür müssen sie mit Protonen beschossen werden. Stets wird das Atom bestrebt sein, seine Bestandteile zusammen zu halten, wird es jedoch mit weiteren Protonen beschossen, so wird hierfür immer mehr Kraftaufwand notwendig. Bei der Spaltung von Atomen kommt es übrigens zu einer Kettenreaktion. Sobald ein Atom gespalten wurde, werden mit den daraus austretenden Protonen die weiteren Atome, die vorhanden sind, ebenfalls gespalten.

Bei der Spaltung der Atome wird die Kraft, mit der die einzelnen Bestandteile zusammen gehalten wurden, freigesetzt, und zwar in Form von Energie, die zu Atomstrom weiter verarbeitet werden kann. Dabei kommt es bei der Spaltung der Atome darauf an, ein Material zu finden, welches sich möglichst einfach spalten lässt. Im Bereich der Atomenergie hat man hierbei Uran für sich entdeckt. Dieses extrem schwere Metall lässt sich besonders einfach spalten und kann so zu einer effektiven Energiegewinnung genutzt werden.

Probleme mit Atomstrom

Im ersten Augenblick hört sich diese einfache und besonders effiziente Stromerzeugung sehr positiv an. Dennoch gibt es auch Nachteile bei der Gewinnung von Atomstrom. Werden Atomkerne gespalten, so senden sie Strahlung aus, genauer gesagt radioaktive Strahlung. Diese Strahlung kann dem Menschen enorm gefährlich werden.

Sobald eine zu große Menge an radioaktiven Strahlen auf bewohnte Gebiete abgestrahlt wird, sind Missbildungen und Krankheiten der Menschen vorprogrammiert. Man unterscheidet dabei in die Alpha-, Beta- und Gammastrahlen. Während sich der Mensch vor den Alphastrahlen sehr gut schützen kann, durchdringen die Betastrahlen schon deutlich mehr Oberflächen. Sie lassen sich nur von Aluminium bzw. Metall stoppen. Die Gammastrahlen hingegen können nur durch Blei nicht hindurchdringen.

Aus diesem Grund müssen im Atomkraftwerk, in dem Atomstrom hergestellt wird, besonders dicke Mauern verwendet werden. Problematisch wird es allerdings, wenn einzelne Teile der Anlage ausgetauscht werden müssen. Sie sind im Atomkraftwerk in der Regel der radioaktiven Strahlung ausgesetzt und speichern diese. Sie können sie anschließend noch über einen langen Zeitraum abgeben. Deshalb wird der Atommüll in entlegene, nicht mehr genutzte Bergminen abtransportiert, je nach verwendetem Material muss hierbei die Halbwertszeit beachtet werden. Sie beträgt bei Uran 4,5 Milliarden Jahre. Das heißt, erst nach dieser Zeit ist der Stoff zur Hälfte abgebaut.

Kritik am Atomstrom

Aus diesem Grund gibt es seit Jahr und Tag Kritiker, die den Atomstrom vehement bekämpfen. Deutschland und einige andere Länder haben deshalb auch den Ausstieg aus dem Atomstrom beschlossen. Ursprünglich sollten die Atomkraftwerke nur über einen begrenzten Zeitraum seit ihrem Bau genutzt werden. Allerdings haben die Politiker hier schon wieder einen Rückzieher gemacht. Grund dafür ist, dass Atomstrom extrem billig und einfach herzustellen ist. Er macht bis dato 30 Prozent des gesamten Strommixes in Deutschland aus und gilt deshalb als Hauptstromlieferant.

Alternativen für Atomstrom müssen erst ausgebaut und entsprechend umgesetzt werden. Dennoch ist es mit Sicherheit sinnvoller, auf alternative Energiequellen zu setzen, denn auf Atomstrom. Denn diese sind einerseits oftmals erneuerbar, so dass keine wertvollen Ressourcen vernichtet werden. Andererseits schaden alternative Energien dem Menschen nicht so, wie es beim Atomstrom der Fall ist.

Was ist Atomstrom ?

Strom kommt aus der Steckdose, aber irgendwo muss dieser ja auch her kommen. Das ist Atomstrom. mehr

In the News

Unsere Top Schlagzeilen zum Thema Atomstrom. Informieren Sie sich jetzt. mehr

Alternativen

Die Zeiten das zu Atomstrom keine Alternativen existierten sind vorbei. Heute haben wir Alternativen die eine nachhaltige Lebensweise sichern. mehr